Siedlungsnamen in der Sächsischen Schweiz
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Ein äußerst interessantes Gebiet ist die Siedlunsgeschichte der Sächsischen Schweiz. Fragen wie: Woher kamen die Siedler des Elbsandsteingebirges?; Wann wurden die Flächen, Schluchten und Ebenheiten links- und rechtselbisch besiedelt?; Wie und auf welche Veranlassung ging die Besiedelung vor? und jede Menge weiterer Fragen, lassen uns in mittelalterliche Zeit zurückkehren. Da überlieferte Zeugnisse äußerst spärlich vorhanden sind, helfen einer genaueren Einordnung die Untersuchung der mundartlichen, namentlichen und kulturellen Besonderheiten des sächsisch - böhmischen Elbsandsteingebirges. In heutiger Zeit dürfte die mundartliche Unterscheidung, wie sie E. Walther in "Die Besiedlung der Sächsischen Schweiz durch die Deutschen" anspricht komplizierter geworden sein. Einleuchtender erscheint mir eine Untersuchung der Orts- und Flurnamen, der Sitten und Bräuche und des vorherrschenden architektonischen Stils der ländlichen Bebauungs- und Siedlungsstruktur. Das Elbsandsteingebirge dürfte dabei kein in sich einheitliches von einer vorherrschenden Siedlungsgruppe bestimmtes Gebiet sein. Eher dürfte es verschiedenen Einflüssen, vor allem aus dem Thüringischen, dem Erzgebirgischem, dem lausitzer Gebiet und den angrenzenden böhmischen Gebiet unterlegen sein. Orientieren wir uns zunächst an den Orts- und Flurnamen der Region. Wenn der Grundherr ein Dorf gründen wollte, so bestellte er für diesen Zweck einen Mann der mit Bauern aus dem Mutterland in das slawische Gebiet zog. Dieser Unterhändler und Führer der "Neu - Siedler" wurde "Locator" genannt und war gleichzeitig Oberhaupt der Neugründung. Vom Grundherrn, der meist nicht in der Neugründung wohnte erhielt der Locator die niedere Gerichtsbarkeit über die Bewohner des neuen Dorfes. Wodurch er auch oft den Namen Richter trug. Da ihm gleichzeitig einige Hufen abgabenfrei als Erblehen zugeteilt wurden, hieß er auch Erb- oder Lehnrichter. Oft war damit die Schankberechtigung verbunden, deshalb wurde im Erbgericht auch die Gastwirtschaft betrieben. Heute läßt der Begriff Erbgericht zuerst auf eine Gastwirtschaft schließen und erst im Nachfragen historischer Zusammenhänge gelangt man zum eigentlichen Ausgangspunkt der Gerichtsbarkeit. Nach diesem Locator oder dem eigentlichen Grundherrn bekam die Neusiedlung in den meisten Fällen seinen Namen. Zur Namensgebung trugen aber auch die Lage oder die hauptsächliche industrielle oder kirchliche Nutzung des Gebietes bei. Dabei ist es interessant die Begriffsherkunft zu bestimmen um auf die Besiedlung zu schließen. (Quelle: Emil Walther; "Die Besiedlung der Sächsischen Schweiz durch die Deutschen") Holger Natusch Im Folgenden eine Auswahl von Orts- und Flurnamen sowie deren Zuordnung: |
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Ort |
Endung / Zuordnung |
Herkunft von |
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- dorf / Nach "Locator" |
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Arnsdorf (Herrnskretschen) |
Dorf des Arnold |
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Berthelsdorf (Neustadt) |
Dorf des Berthold |
1432 Bertilsdorf |
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Binsdorf (Tetschen) |
Dorf der (wschl.) Bünaus |
Adelsgeschlecht im 17.Jh. Grundherr |
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Burkersdorf (Lang-; Hoch-) |
Dorf des Burkhard |
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Cunnersdorf (Hohnstein) |
Dorf des Konrad |
1430 Kunerstorff |
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Cunnersdorf (Königstein) |
Dorf des Konrad |
1379 Kunradsdorf |
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Cunnersdorf (Pirna) |
Dorf des Konrad |
1352 Conrisdorf |
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Cunnersdorf (Schluckenau) |
Dorf des Konrad |
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Elbersdorf (a.d. Wesenitz) |
Dorf des Elber, Alber |
1412 Elbistorff, 1486 Elbersdorff, 1555 Albersdorff |
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Erdmannsdorf (Gottleuba) |
Dorf des Erdmann |
Heute Wüstung, 1206 Ertmaresdorf |
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Gersdorf (Berggießhübel) |
Dorf des Gerhard |
1299 Gerhardisdorf, 1377 Gerhartsdorff |
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Goßdorf (Hohnstein) |
Dorf des Goßmann |
1445 Goßmannstorff |
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Hainersdorf (Sebnitz) (Amts-,Hof-) |
Dorf des Heinrich |
Amtshainersdorf: 1433 Heynerstorff by der Sebenicz; 1456 Heynrichstorff; Hofhainersdorf: 1785 Neu Hennersdorf Hofhainersdorf, weil die Häuser des Ortes im 18. Jh. Auf dem Grund und Boden des Hofes (d.i. des Rittergutes) von Amtshainersdorf errichtet wurden und deshalb dem Besitzer des Hofes zinsten, der schriftfähig war, d.h. die Verordnungen des Landesherrn unmittelbar von der kurfürstlichen Kanzlei und nicht vom Amte erhielt. Amtshainersdorf dagegen wurde von den Gütern gebildet, die dem Amt Hohnstein zinsten. |
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Hennersdorf (Langen-, Klein-) |
Dorf des Heinrich |
Langenhennersdorf: 1356 Henriciuilla, 1379 Heinrichsdorff, 1537 Lange Heinersdorff, Kleinhennersdorf: 1439 das Wyndesche Heynersdorff, 1451 Heinrichstorf |
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Hellendorf (Gottleuba) |
Dorf des Held (Personenname) |
1379 Heldisdorf |
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Helmsdorf (Stolpen) |
Dorf des Helwig |
1247 Helwigesdorf |
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Hermsdorf (Königstein) |
Dorf des Hermann |
1410 Hermansdorff |
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Hinterhermsdorf (Sebnitz) |
Dorf des Hermann |
1445 Hermanstorff, 1468 Hinderhermanstorf |
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Krumhermsdorf (Neustadt) |
Dorf des Hermann |
1432 Hermansdorff, 1468 Kromen Hermanstorf; "Krum" nach der Krümmung des Dorfbaches, dessen Windungen sich die Gehöfte anschmiegen |
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Hielgersdorf (in Böhmen) |
Dorf des Hildger, Hildiger |
1472 Hilgirstorff |
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Johnsdorf (am Rosenberg) |
Dorf des Jahn (Abk. für Johannes) |
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Koppelsdorf (OT von Papstdorf jetzt OT von Gohrisch) |
Dorf des Gottebald (d.i. des Gotteskühnen) |
1438 Koppelstorff (Gottebaldsdorf, Gobaldsdorf, Kobaldsdorf, Koppelsdorf) |
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Lohsdorf (Hohnstein) |
Dorf des Ludwig |
1445 Ludwigstorff, 1446 Lodwigsdorff, Ludwygesdorf |
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Ludwigsdörfel (OT von Hainspach) |
Dorf des Ludwig |
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Ludwigsdorf oder Luschdorf (Wüstung an der Polenz bei Heeselicht) |
Dorf des Ludwig |
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Margarethendorf (Obereinsiedel) |
Dorf der Margarethe |
Gräfin Margarethe Slawate auf Hainspach, die den Ort um 1667 gründete |
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Maxdorf (Bodenbach) |
Dorf des Maximilian |
Graf Maximilian Thun auf Tetschen, der das Dorf 1671 anlegte |
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Mühlsdorf (Lohmen) |
Vielleicht Dorf des Milan |
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Nikolsdorf (Königstein) |
Dorf des Nikolaus |
1445 villa Nickelstorff |
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Nixdorf (in Böhmen) |
Dorf des Nikolaus |
1410 Nickilstorff, 1445 Nickelstorff |
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Ottendorf (Sebnitz) |
Dorf des Otto |
1446 Othendorff |
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Ottendorf (Neustadt) |
Dorf des Otto |
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Ottendorf (Pirna) |
Dorf des Otto |
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Porschdorf (Schandau) |
Dorf des Porsche (Koseform von Burkhard) |
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Porschendorf (Lohmen) |
Dorf des Porsche (Koseform von Burkhard) |
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Rathmannsdorf (Schandau) |
Dorf des Rathmann |
1445 Rademstorff, 1446 Rademsdorff, Radmensdorff |
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Reinhardtsdorf (Schandau) |
Dorf des Reinhard |
1445 Reymerstorff |
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Rennersdorf (Stolpen) |
Dorf des Reinhard |
1411 Reynhartsdorff |
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Rennersdorf (Dittersbach in Böhmen) |
Dorf des Reinhard |
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Röhrsdorf (Hainspach in Böhmen) |
Dorf des Rüdiger |
1495 Rorschdorff |
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Dürrröhrsdorf (Stolpen) |
Dorf des Rüdiger |
1247 Rüdegersdorf, 1545 Dhur Rurßdorff, "Dürr" kommt vielleicht von der Wasserarmut des Dorfbaches, des Doberbachs; möglicherweise aber auch von "Dorn" (Gestrüpp) ableitbar |
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Röthendorf (Wüstung bei Stolpen) |
Dorf des Reuto |
1262 Reutendorph |
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Rottwerndorf (Pirna) |
Dorf des Ratiber |
1357 Rateberndorf (slawischer Name, aber deutsche Gründung) |
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Rückersdorf (Neustadt) |
Dorf des Rückhard |
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Salmdorf (Nixdorf) |
Dorf des Grafen Salm |
Graf Salm auf Hainspach gründete 1717 den Ort |
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Stimmersdorf (am Rosenberg) |
Dorf des Stimmhari(?) |
1446 Stymmersdorff |
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Thomasdorf (Nixdorf) |
Dorf des Thomas |
1717 gegründet, der herrschaftliche Gasthof wurde 1723/24 erbaut |
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Thürmsdorf (Königstein) |
Dorf des Thiermann |
1420 Termestorf |
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Ulbersdorf (Sebnitz) |
Dorf des Ulbricht |
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Walthersdorf (Schandau) |
Dorf des Walter |
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Waitzdorf (Hohnstein) |
Dorf des Waitzmann |
1445 Waczimstorff, 1446 Weczemsdorff, Waczemsdorf |
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Wehrsdorf (Steinigtwolmsdorf) |
Dorf des Wehrmann |
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Wilschdorf (Stolpen) |
Kann Dorf des Wieland sein (wie Wilsdruff) |
1351 Wilsdorf, 1437 Wilstorff,Wilßdorf,1513 Wylsdorff, daneben aber auch die Formen Wilzdorf 1351, Wilcztorff 1431,Wiltzsdorf 1378, Wiltzschdorff 1559, Wilzschdorff 1437, Wilschdorf 1586/87 |
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Wolmsdorf (Langen-, Steinigt-) |
Dorf des Wolfram |
Langenwolmsdorf 1232 Volueramesdorf |
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Wölmsdorf (in Böhmen) |
Dorf des Willmann |
1410 Willemesdorff,1445 Willimstorff, 1451 Wilmestorff |
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- dorf / nach Zeit und Lage zum Hauptort |
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Altendorf (Schandau) |
Altes Dorf |
1445 Aldendorff; Meiche schreibt dazu: "Oberhalb Schandaus liegt das Kiefericht oder der Schloßberg, im Volksmunde Schomberg genannt, d.i. die mundartliche Bezeichnung für Schönberg. Heute noch stehen hier die Ruinen der einstigen Elbwarte. Altendorf bildete ursprünglich das Zubehör Schönbergs. Es liegt mit diesem etwa auf gleicher Seehöhe. Seine Fluren grenzen mit der Ebenheit, die sich nordöstliche an die alte Burgstätte anschließt. Wahrscheinlich lagen hier einst die unmittelbar zum Sitze Schönberg gehörigen Felder, die später in die Unkultur des Waldes zurücksanken.Die Handfröner des Gutsherrn auf dem Schönberge dürften sich an dem Nordwestabhange des Schloßberges, am sogen. Zauchen- oder Zaukengraben, angesiedelt haben, der seit lngem als der älteste Teil Schandaus angesehen wird. Altendorf könnte seinen Namen also mit Bezug auf die Neugründung im Thale führen." |
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Mittelndorf (Schandau) |
Neues Dorf nach der Lage zwischen Lichtenhain und Altendorf an der Hohen Straße |
1446 Mitteldorf, Mytelsdorff |
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Naundorf (Struppen) |
Neues Dorf |
1420 Nuwendorff |
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Neundorf (Pirna) |
Neues Dorf |
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Neudorf (OT von Hinterhermsdorf) |
Neues Dorf |
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Neudörfel (Obereinsiedel) |
Neues Dorf |
1446 Newedorffel |
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Neudörfel (Stolpen OT Rennersdorf) |
Neues Dorf |
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Rosendorf (am Rosenberg) |
? |
Schwer zu erklären, da "Rosen" nicht immer die entsprechende Blume bedeutet . Es kann auch von Roß oder rösten abstammen oder slawischen Ursprungs sein |
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-stadt / ... |
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Altstadt (Stolpen) |
Anstelle der Alten Stadt |
1357 by der Aldin stad (d.i. die Stelle des zerstörten ersten Ortes Jochgrim) |
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Neustadt |
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1333 Niwenstat (d.i. die neue Stadt der Freiberger Bergleute, die den Ort gründeten - ihre alte Stadt war Freiberg - |
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Halbestadt (OT Königstein) |
Die rechtselbische Hälfte der Stadt |
1592/93 uf der Halbestadt |
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Seeligstadt (Stolpen) |
Stätte des Selingo |
1223 Selingenstat |
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-walde /... |
Siedlungen wurden von den Bauern in den Wald gerodet (Gründungen aus wilder Wurzel) meist nach Locator benannt |
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Burkhardswalde (Pirna) |
Im Walde Burghards |
1400 Burgharczwalde |
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Friedrichswalde (Pirna) |
Im Walde Friedrichs |
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Hertigswalde (Sebnitz) |
Im Walde Hartigs oder Hertigs |
1446 Hertewigswalde, 1451 Hertigiswalde |
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Königswald (Bodenbach) |
Im Walde des Königs (von Böhmen) |
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Peterswalde (in Böhmen) |
Im Walde Peters |
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Rugiswalde (Neustadt) |
Im Walde Rüdigers |
1446 Rudigeswalde einmal erscheint auch die Namensform Rudolfswalde |
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Streckenwald (in Böhmen) |
Im Wald des Strecko |
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Uttewalde (Wehlen) |
Im Walde Ottos |
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Rathewalde |
Im Walde der zum Rathen (d.i. zur Burg Rathen) gehört |
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Schönwald (in Böhmen) |
Im schönen Wald |
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Besonderheiten |
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Neu-Grafenwalde (Schluckenau) |
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1730 von Graf Alois Harrach, Besitzer der Herrschaft Schluckenau gegründet |
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Auch die Dörfer: Herren-, Grafen-, Fürsten-, Königs- und Kaiserswalde |
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-hain / ..... |
Gründungen am Walde |
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Leupoldishain (Königstein) |
Im Haine des Leuthold auch Im Haine des Leupold |
1379 Leuchholdshayn, aber wohl Leutholdshayn zu lesen: 1445 Lutelshain, 1586/87 Leipolßhain, 1619 Leupoldshayn |
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Stolzenhain (am Krippenbach) |
Im Haine des Stolze (Personenname) |
Heute Wüstung |
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Ringenhain ((Oberneukirch) |
Im Haine des Ringo (Abk. von Ringolt,Ringhard, Ringmann) |
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Königshain (Schluckenau) |
Im Haine des Königs (von Böhmen) |
1716 gegründet |
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Lichtenhain (Sebnitz) |
Ort auf einer Lichtung im Hain |
1411 Lichtenhain,1430 Lichtinhayn, 1446 Lichtenhayne (ob die Lichtung eine natürliche oder künstliche war läßt sich nicht sagen) |
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Rosenhain (Schluckenau) |
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Für Meiche mit der slawischen villa Rocina gleichbedeutend (manche sächsische "haine" sind slawischen Ursprungs) |
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Besonderheiten |
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Hainspach |
Wahrscheinlich nicht nur "Wald" sondern die alte Bedeutung "Hag" ; "eingehegter Ort", "Verhau" |
Der Name ist von dem Bach der die Siedlung durchfließt und der auf alten Karten Hainbach heißt, auf den Ort übertragen worden. Dieses Flüßchen entspringt aber dem noch heute (1930) die Landesgrenze bildenden Walde zwischen Sohland und Röhrsdorf, der an und für sich schon eine Sperre für den Verkehr bedeutete, dessen Wege aber in Zeiten der Gefahr noch durch gefällte Bäume "verhauen" werden konnte. |
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Heeselicht (Hohnstein) |
Im Häselicht |
Haselbusch - gebildet wie Tännicht, Kiefericht, Erlicht, Lindicht usw. |
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Raum (Königstein) |
Wald, Gestrüpp und Steine mußten "weggeräumt" werden um Platz zu schaffen |
1657 Raume, vgl. Sebnitzer, Ottendorfer, Saupsdorfer, Hinterhermsdorfer Räumicht |
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Bärreute (OT von Porschendorf) |
Die Rodung der Bayern |
1398 Beierrute, 1486 Beyerreuth |
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-bach / ... |
Siedlungen die am fließenden Wasser angelegt wurden |
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Bodenbach a.d.E. |
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Nach Meiche nach dem Bach benannt der oberhalb Eulas entspringtund in Tetschen gegenüber in die Elbe mündet (Ob in dem Grundwort "Boden", "Grund","Ebene" enthalten ist oder ein alter Personenname Bodam, Bodman, [wie in Bodensee, früher Bodmansee], läßt sich nicht sagen. Die Tschen nennen den Ort Podmokly, was einen vom Wasser unterhölten Ort bedeuten soll.) |
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Dittersbach (Hohenleipa in Böhmen) |
Am Bache Dittrichs |
Dytherichspach |
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Dittersbach (Stolpen) |
Am Bache Dittrichs |
1299 Ditterichspach |
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Hartmannsbach (Gottleuba) |
Am Bache Hartmanns |
1412 Hartmannspach |
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Markersbach (Gottleuba) |
Am Bache Marquards |
1363 Marquardi villa |
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Fischbach (Stolpen) |
Am fischreichen Bach |
1223 Vispach |
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Hainsbach (in Böhmen) |
Am Hainbach |
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Lauterbach (Stolpen) |
Am lautern, klaren reinen Bach |
1262 Lutabach, 1543 Lautherbach (die deutsche Form für das benachbarte slawische Bühlau = Weißbach) |
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Schönbach (Sebnitz) |
Am schönen Bach |
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Besonderheiten |
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Kohlmühle (Sebnitztal zu Goßdorf) |
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Nach der am Ende des 16. Jh. Erbauten alten Kohlmühle benannt, die am "Kohlgraben". Einem Nebenflüßchen der Sebnitz, liegt, an dem früher "gekohlt" wurde, d.h. an dem man Holzkohlen brannte (Vgl. den Kohlberg bei Pirna, den Kohlbornstein bei Krippen und die zahlreichen Kohlichte in der Sächsischen Schweiz) |
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Besonderheiten mit Endungen auf - a oder -au |
Die Endungen a und au kommen von dem ahd. Aha = lateinisch aqua = Wasser - z.B. Schöna, Schandau, Heidenau, Pirna (Die Bedeutung gabelt sich aber dergestalt, daß mit "au" ein wasserreiches Wiesenland mit "a" das Wasser selbst bezeichnet wurde, wie es noch in den längeren Formen "ach" und "ache" vorkommt - z.B. Salzach, Wertach, Eisenach, Eisack = Eisach usw.) |
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Schöna (Schandau) |
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Gleichbedeutend mit Schönau (1451 Schonaw) |
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Heidenau (Pirna) |
In der Aue des Heide (ein Name der mehrfach unter den Burggrafen von Dohna vorkommt) |
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Reichenau |
Die Aue des Reicho |
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Bühlau (Stolpen), Ostrau, Lobenau, Schluckenausind Slawisch - Schandau warscheinlich auch |
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Strand (Rathen) |
Nach der Lage am Strand der Elbe |
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Wendischfähre |
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1443 der Wendischen vehre, hier setzten die Lausitzer Wenden, die nach Papstdorf wallfahrten über die Elbe |
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Zwiesel (Berggießhübel) |
Nach der Flußgabel (Zusammenfluß von Gottleuba und Bahra) |
Zwiesel = die durch Zweiteilung eines Gegenstandes entstehende Gabel; Astgabel; Flußgabel; Weggabel usw. |
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Nach Bergen |
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Ehrenberg (Hohnstein) |
Am Berge des Ero |
1427 Irrenbergk, 1445 Erinberg, Ernberg, 1525 Ehrenbergk |
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Ehrenberg (Rumburg) |
Am Berge des Ero |
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Johannesberg (am Pirsken) |
Am Berge des Johannes |
In alter Zeit soll es "Armenleutenruh" geheißen haben |
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Hohnstein |
Hoher Stein |
1333 territorium Hohnsteinense, 1353 castrum Hohenstain von der Burg auf die Siedlung am Fuße übergegangen |
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Königstein |
Stein des Königs (von Böhmen) |
1223 lapis regis, 1321 Stayn, 1379 Kunigstayn |
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Reichstein (Königstein) |
Am Stein des Reicho (d.i. des Mächtigen) |
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Besonderheiten |
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Wolfsberg (bei Zeidler) |
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Unklar ob vom Wolfsberg, vom Raubtier oder vomNamen des Besitzers |
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-leiten / ... |
z.B. Elbleiten bei Binsdorf und Kamnitzleiten am Rosenberg (Das Wort stammt vom ahd. Hlita, mhd. Lite ab und hat die Bedeutung Berghang, Berglehme - vergl. Elbleite und Vieleite bei Pirna, die Kirchleiten bei Königstein, die auf dem Grund und Boden der Stadtkirche lagen, die Haselleite und die Weinleite in Sebnitz usw.) |
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Besonderheiten |
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Ebenheiten (Lilienstein und Pirna) |
Auf den ebenen Hochflächen des gebirges gelegen |
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Hemmhübel (bei Zeidler) |
Vom Hemmschuh für die Fuhrwerke |
Auf Grund der Steilheit der Straßen mußte der Hübel = Hemmschuh am Wagen gebraucht werden |
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Nach Thal benannt |
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Franzthal (OT von Wölmsdorf in Böhmen) |
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In alten Zeiten Hofeleiten |
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Karolinsthal (Obereinsiedel) |
Nach Gräfin Karoline von Salm-Reifferscheidt auf Hainspach |
1750 von der Gräfin gegründet |
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Besonderheiten: -grund |
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Nieder-, Mittel- und Obergrund |
Nach der Lage im tief eingeschnittenen Elbtal |
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Ölsengrund |
Nach der Lage im Gottleubatal |
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Ob das Grundwort in Liebetal, Mocketal oder Rosental das deutsche Tal oder das slawische dol oder tyl ist, kann nicht sicher entschieden werden |
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Plan (Rathmannsdorf) |
Nach der Bodengestalt |
Ziehen sich im Gegensatz zu den Mutterorten im Tale hin (vergl. Auch Pläne = OT von Porschdorf bei Schandau / Pläne = mundartlich Nebenform von Plan = Plan = flaches, ebenes Land) |
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Nach der industriellen Tätigkeit |
Vor allem durch Bergbau und Eisenhüttenbetrieb |
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Berggießhübel |
Der Hübel wo (Eisen) gegossen wird |
1450 Gißhobel, 1539 zum Gußhubel, 1554 aufm Berg Gishubel |
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Kleingießhübel |
Der Hübel wo (Eisen) gegossen wird |
1379 Gizhobel, um 1586 Gueß huebelichen,zum kleinen Gießhübel |
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Hütten (Königstein) und Khaa |
Von Kaue (d.i. das Schachthäuschen) |
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Kirchlichen Ursprunges |
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Einsiedel |
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1223 locus ubi mansit antiquitus heremita; 1446 Obir- und Nyder-Einczidel (ist der Ort, wo einst am Südostfuße des Obereinsiedler Spitzberges die Klause eines Eremiten stand - Obereinsiedel hat in sein Wappen einen Einsiedler neben den Spitzberg aufgenommen) |
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Pfaffendorf (Königstein) |
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1437/38 Pfaffindorf (führte seinen Namen früher mit Recht, da es des Pfaffen von Königstein Dorf war; denn Geschoß und Zinse des Ortes bildeten ehemals das Diensteinkommen des Pfarrers von Königstein) |
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Krippen |
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1379 Krippein, 1389 Crippin, Wende des 15. Jh. Zwr Krippe (hat seinen Namen wahrscheinlich nach einem Kirchlein zur Krippe -Jesu_ erhalten, um das sich eine Siedlung entwickelte) |
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Eiland (am Hohen Schneeberg) |
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Bedeutet wohl "Elend" |
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Gottleuba |
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1363 Cotlauia, Gotlauia, 1379 Gotleeb,1381Gotlebe = Gottleben, d.i. Wohnstätte eines Gotto (Abk. von Gottfried, Gotthard, Gottwald) |
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Sohland |
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Salland, d.i. ein freies, nicht zinsbares erbliches Land; also Herrenland (vergl. Den Flurnamen die "Saalhäuser" bei Sebnitz) |
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Besonderheiten |
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Vogelgesang |
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Neueren Ursprungs - in alter Zeit hieß der Ort auf slawisch Zinzerling, 1555 / 56 wird Obervogelgesang wegen seiner Lage am Fuße der gleichnamigen Felsengruppe "Konnigsnase" = Königsnase, genannt, 1595 "Vogelgsangk, sonsten unter des Königs Nase genennet" |
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Zeichen (an der Elbe) |
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Ehemals "im Zeichen", heißt so nach einem Strommal (Strohwisch an Stange oder einem anderen), das den Schiffern die Fahrrinne im Flusse anzeigte |
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Zeidler (Nixdorf) |
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1445 Czeydeler, 1451 Zeydeler, kommt von dem deutschen Worte "Zeidel" her, d.i. die wilde Imme, die Waldbiene. Um die Hütte eines Bienenpflegers (Zeidlers) entwickelte sich der erwähnte Ort |
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Die in der obigen Tabelle aufgelisteten Herleitungen sind dem Bande von Emil Walther, "Die Besiedlung der Sächsischen Schweiz durch die Deutschen"; Buchdruckerei Wilhelm Volkmann; Dresden_A, Dürerstraße 15; 1927; entnommen Holger Natusch |
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